BSE, die

Die B. („bovine spongiforme Enzephalopathie“, dt. „schwammartige Hirnkrankheit des Rindes“) wird erstmals 1985 bei Rinderherden in Großbritannien beobachtet. Erreger ist ein fehlerhaftes körpereigenes Protein (Prion-Protein). Bei den Tieren löst die Krankheit und die damit einhergehende krankhafte Veränderung des Gehirngewebes Ängstlichkeit, Aggressivität und Bewegungsstörungen aus, ihren Spitznamen „Rinderwahnsinn“ hat sie aufgrund dieser Symptome. Die Krankheit ist nicht therapierbar und endet für die Tiere immer tödlich. B. ist auch auf andere Tierarten und den Menschen übertragbar (Zoonose). Beim Menschen kann sie die ebenfalls immer tödlich verlaufende Hirnkrankheit Creutzfeldt-Jakob auslösen. Als Ursache für B. wird die Verfütterung von Knochenmehl an die Tiere vermutet. Bestätigt ist diese Vermutung allerdings nicht. Bis 1993 werden Rinder aus UK noch ins Ausland (auch nach Deutschland) exportiert, wodurch sich B. auch auf das Festland ausbreiten kann. Seit dem Jahr 2000 ist die Verfütterung von Tiermehl in der Tierhaltung europaweit verboten. Die Krankheit tritt nach wie vor auch vereinzelt in Deutschland auf.

Histology_bse
Mikroskopische Aufnahme der durch BSE verursachten Hohlräume im Hirn eines Rindes.

Vgl. www.rki.de

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